Es gibt viele verschiedene Kommunikationsmodelle. Das
- Vier-Ohren(Seiten)-Modell nach Friedemann Schulz von Thun (links)
- Organon-Modell-Karl-Bühler (Mitte)
- Kommunikationsschema nach Jakobson (rechts)



Auf das wohl bekannteste, das
Vier-Ohren(Seiten)-Modell nach Friedemann Schulz von Thun
wird hier kurz eingegangen:
Wenn wir von Kommunikation sprechen, sprechen wir auch immer gleichzeitig von einem Sender und einem Empfänger. Wie die Namen schon sagen: Der Sender sendet die Nachricht; der Empfänger empfängt sie. Am Besten lässt sich das Modell an einem Beispiel erklären:
Ein Auto hält an einer (noch) roten Ampel. Diese schaltet auf “grün”. Der Beifahrer sagt dem Fahrer daraufhin: “Du, die Ampel ist grün!”
Beim Vier-Seiten- oder Vier-Ohren-Modell gibt es vier Ebenen, auf denen man die Nachricht empfangen kann. Die erste Ebene nennt Schulz von Thun die Sachebene, die zweite Selbstoffenbarung, die dritte Appell und die vierte Ebene Beziehungsebene.
Wie kann konkret die Aussage des Mannes mit Fokus auf die vier Ebenen gedeutet werden?
Sachinhalt: “Die Ampel ist grün (weder rot noch gelb)!”
Selbstoffenbarung: “Ich sehe, dass die Ampel grün ist.”
Appell: “Fahr los! Es ist doch grün.”
Beziehungsebene: “Ich halte dich für einen mittelmäßigen Fahrer, da du, wie jetzt auch wieder, erst verzögert auf die grüne Ampel reagierst.”
Nun liegt es am Empfänger, auf welcher der 4 Ebenen er die Nachricht des Senders versteht. In unserem Alltag wird die Sachinformation oft ausgeblendet und stattdessen auf einer der drei Ebenen gehört. Dies kann häufig dazu führen, dass wir – umgangssprachlich gesprochen – etwas “in den falschen Hals kriegen”.
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